Das Problem der Definition von “krank” oder “gesund” Geht man die Sache mit der Seele falsch an?
Frage von Klabauterfrau: Das Problem der Definition von “krank” oder “gesund” Geht man die Sache mit der Seele falsch an?
Der Katalog der Kriterien für psychische Krankheiten, der in unserer Gesellschaft als Maßstab für geistige Gesundheit genommen wird, ist ziemlich umfangreich und auch recht weit auslegbar.
Ich will nicht bestreiten, daß es wirklich viele echte Fälle von pathologischen Seelenzuständen jeder Art gibt, die man behandeln muss. Völlig klar.
Haben wir in unserer Gesellschaft ein Problem mit der rigiden, schulbuchartigen Katalogisierung der Seele? Wer oder was bestimmt, wann man krank oder gesund ist?
http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhan-Experiment
Dieser Link hat mich sehr betroffen gemacht und lässt mich an den Diagnosekatalogen und dem Bewertungsystem zweifeln.
………….
Wie ist Eure Meinung dazu?
Beste Antwort:
Answer by matzhel
Die Menschen haben leider ihre Seelenzustände absolut ignoriert und tabuisiert, es laufen soviele seelenleidende Menschen in der Gegend rum! Habe aber den Eindruck, dass die Leute in der Gegenwart seelisch gesünder sind, als früher. Aber sie neigen auch mehr zum rauslassen, sprich Gewalt, Brutalität, das früher unterdrückt wurde.
Wissen Sie es besser? Antworten Sie in den Kommentaren!
Gepostet in Melancholie

28.01.2012 um 00:19
Ich glaube viele Menschen werden als krank eingestuft, nur weil sie anders sind. Klar, viele brauchen auch wirklich Hilfe. Aber wie oft begegnet man auf der Straße, oder auch hier bei YC Personen, die nicht “normal”, also so wie ein Durschnittsmensch sind.
Ich denke in solchnen Anstalten ist das oft genauso, oder vielleicht sogar noch extemer.
Dass nicht auf die Patienten eingegangen wird finde ich schrecklich, wie sollen “gesund” werden, wenn niemand mit ihnen spricht und genau heraus findet, was mit ihm los ist?
28.01.2012 um 01:11
Wenn Dich D.Rosenhan betroffen gemacht hat, dann empfehle ich Dir R.L. Spitzer gegenzulesen…dann gehts Dir wieder besser bis gut. Hier wird nachgewiesen, daß i. P. jeder, aber wirklich jeder halbwegs belesene Probant sich einweisen lassen kann.
Ist doch auch nachvollziehbar. Diese Krankheiten zeigen kaum äußere Symtome.
Die Seele im Katalog? Du weißt garnicht wie recht Du hast. Der Platz hier würd nicht ausreichen alles aufzuzählen.
Das Problem in unserer Gesellschaft? Vielschichtig. Geht los bei der Gleichgültigkeit bis hin zur völligen Isolation…. wer würde da nicht krank…..
mfG ein gerad noch Gesunder (?)
28.01.2012 um 02:01
Den ICD (“international code of diseases”) “durfte” ich mal auswendig lernen. Allerdings nur, um ihn gleich nach der Klausur wieder zu vergessen.
Was bedeutet schon “Gesundhet”? Als “Krankheit” wird jede Abweichung von der “Norm” definiert; und die “Norm” ist der gesellschaftliche Durchschnitt aus Dummheit und Intoleranz. Zu dieser Auffassung bin zumindest ich gelangt.
28.01.2012 um 02:26
Das Problem der Definition von “krank” oder “gesund”
krank ist
wenn du dir selbst weh tust.
Geht man die Sache mit der Seele falsch an?
oft
leider ja.
Der Katalog der Kriterien für psychische Krankheiten, der in unserer Gesellschaft als Maßstab für geistige Gesundheit genommen wird, ist ziemlich umfangreich und auch recht weit auslegbar.
und wider spricht sich
Ich will nicht bestreiten, daß es wirklich viele echte Fälle von pathologischen Seelenzuständen jeder Art gibt, die man behandeln muss. Völlig klar.
stimmt.
Haben wir in unserer Gesellschaft ein Problem mit der rigiden, schulbuchartigen Katalogisierung der Seele?
nein
sondern mit kranken seelen.
Wer oder was bestimmt, wann man krank oder gesund ist?
du selbst
wenn du dich liebst
dann bist du gesund.
28.01.2012 um 03:09
Rein von der seelischen Seite:
Bist Du glücklich? Dann bist Du gesund.
Ausnahme: Wer will das sagen genau sagen?
Beispiel: Dir geht’s nur gut, wenn es anderen schlechter geht!
Mannomann, sehr vielschichtig.
Ich weiß,das ist plump. Und genaugenommen haben wir fast alle einen an der Klatsche! Das ist genau so plump.
Ursachen?
Egozentrische Gesellschaft, Emotionale Überforderung, Stoffwechselstörungen, verdrängte Gewalterfahrungen, fehlende Aussprache- und Supervisionsmöglichkeiten, …
Die klinische Spezifikation kann sicherlich nur ein Anhalt sein, und mit der “richtigen” Medikamentation bekommt man alles wieder butterweich. Solange man das nur einsetzt, um jemanden vor Autoaggression zu schützen, kann man darber reden.
Was den Schutz der Gesellschaft angeht – wieder so ne Sache!
Oftmals wird dann eher weggeschlossen!
Nur fehlt dann demjenigen oft der freie Geist, um sich mit seiner Situation heilsam auseinander zu setzen!?
Nochmals: Vielschichtig!